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Let’s Talk / Werkstattgespräch

03. Juni 2019

Siemensstadt

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siemensstadt.de@siemens.com

Die neue Siemensstadt: Gelebte Innovation im Stadtteil der Zukunft

Die Siemensstadt lebt weiter: Wir wollen das denkmalgeschützte Industrieareal im Berliner Westen in einen modernen und urbanen Stadtteil verwandeln – unseren Kiez der Zukunft!

Das neue Areal der Siemensstadt wird eine Fläche von 940.000 m² umfassen – 32 Mal so groß wie der Alexanderplatz. Bis 2030 investieren wir 600 Millionen in eine neue Wohn- und Arbeitswelt und Forschungsbereiche wie Elektromobilität, Industrie 4.0, Internet of Things und Künstliche Intelligenz.

„Das Gründungskonzept der Siemensstadt 1897 bestand darin, Arbeiten, Forschen und Wohnen zu vereinen und damit eine intakte Symbiose für eine erfolgreiche Zukunft zu schaffen. [...] Genau darum geht es uns auch in der Siemensstadt 2.0.“
Joe Kaeser, Vorsitzender des Vorstands der Siemens AG

Bereits beim ersten Konzept der Siemensstadt 1897 kombinierten die Siemens-Gründer moderne, werkseigene Wohnungen mit der Arbeitswelt vor Ort. Auch kulturelle und soziale Einrichtungen wie Kirchen, Schulen, Freizeiteinrichtungen und Parks waren immer ein Teil davon. Diese über 100-jährige Tradition wollen wir weiterführen und weiterentwickeln!

alte_stadt

Deswegen denken wir die Siemensstadt neu: Sie soll sowohl Arbeits- und Lebenswelt als auch die Drehscheibe für Innovationen in Deutschland und der ganzen Welt sein. Wir wollen unseren Stand als Vordenker in der Automatisierung und der industriellen Digitalisierung weiterhin treiben.

Wir gestalten hierfür eine Smart City, ein Stadtkonzept der Zukunft. Wir integrieren neueste und nachhaltige Technologien, ausgewählte Kerntechnologien und spannende Start-ups in den neuen Stadtteil.

Gesellschaftliche Integration, neue Arbeitsplätze und bezahlbarer Wohnraum sind nur drei von vielen Herausforderungen, denen wir uns stellen.

Fingerabdruck Karte Berlin Zukunftsorte

So stärken wir kurz-, mittel- und langfristig die Zukunft des Wirtschafts- und Industriestandortes Berlin – wie schon vor über 120 Jahren, als die erste Siemensstadt entstand.

Ein einziges Unternehmen ist nicht in der Lage, jede der Herausforderungen der Zukunft alleine zu lösen. Mit der neuen Siemensstadt schaffen wir eine offene Innovationsplattform, mit der wir gemeinsam mit Partnern wegweisende Lösungen und Dienstleistungen entwickeln.

Die neue Siemensstadt soll zu einem Ökosystem für Unternehmen und Start-ups werden. Dafür öffnen wir unsere Pforten und gewährleisten den Partnern Zugang zu unseren Service- und Produktionskompetenzen.

Siemensstadt Berlin

Wir wollen über den Tellerrand hinausblicken und Raum schaffen für neue Ideen, Gedankenexperimente oder verrückte Erfindungen. Damit, dass nicht alles bloß Theorie bleibt, wollen wir diese Projekte hier auch in die Tat umsetzen.

Agile Methoden, kollaboratives Arbeiten und Freude bei der Arbeit – der Funke des Innovationsgeists soll von Team zu Team weitergegeben werden.

Wir schaffen so ein Umfeld, in dem junge Talente ihre Ideen gemeinsam mit Experten aus Industrie, Wirtschaft und Wissenschaft in die Tat umsetzen können. Ein wichtiger Schritt, damit Berlin ein Standort bleibt, der für Innovation und Fortschritt steht!

  • +170 Jahre

    Klingt nach viel Erfahrung – ist es auch

    Für Berlin: Schlappe 172 erst! Wir nutzen unsere Erfahrung und unser Wissensnetzwerk, um mit Ihnen zusammen neue Wege zu gehen!

  • 940.000 m²

    Klingt nach viel Platz – ist es auch

    Für Berlin: Wir schaffen auf der Fläche von umgerechnet 130 Fußballfeldern eine smarte City zum Leben, Lernen und Laborieren.

  • 600 Mio. €

    Klingt nach einem großen Bekenntnis – ist es auch

    Für Berlin: Wir investieren mit 600 Millionen Euro die größte Summe unserer Geschichte in ein einzelnes Projekt und einen Standort.

Welche Ziele verfolgt Siemens mit diesem großen Projekt?

Wir wollen die Zukunft aktiv gestalten: Wir verbinden Industrie, Wissenschaft und Wohnen und schaffen so Raum für Innovation und Kreativität.

Wir wollen Kern- und Zukunftstechnologien stärken: Unser Unternehmen lebt von Innovationsfähigkeit und Intelligenz. Unsere hervorragend ausgebildeten Mitarbeiter sind das Rückgrat unserer Wissensgesellschaft. Dies alles wollen wir mit der neuen Siemensstadt stärken, damit der Standort Deutschland weiter wettbewerbsfähig bleibt.

Wir wollen den Industriestandort Berlin weiter für die Zukunft ausbauen: Wir investieren in die Transformation der Siemensstadt, um aus ihr ein attraktives Stadtviertel mit urbanem und innovativem Charakter zu schaffen.

Welche Ziele verfolgt Siemens mit dem IWCB?

Der Industrie- und Wissenschafts-Campus Berlin (IWCB) ist die erste konkrete und auch elementare Maßnahme im Rahmen der Siemensstadt. Sie besteht aus einer engen Forschungs- und Entwicklungskooperation zwischen Partnern aus Industrie und Wissenschaft. Bestandteile sind die Kerntechnologien Digitalisierung, Additive Manufacturing und neue Werkstoffe/ Beschichtungen. Bisher sind rund 30 Partner an Bord.

Was bedeutet das Projekt für Berlin?

Unsere Investition in den Industriestandort Berlin ist die größte, die ein Unternehmen bisher allein getätigt hat. Es zeigt Unternehmen wie auch Bürgern den Glauben an die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit Berlins – mit einer Strahlkraft weit über die Grenzen der Stadt hinaus.

Welche Partnerunternehmen werden sich an dem Projekt beteiligen?

Die Resonanz auf unser Projekt ist sehr positiv und das Interesse sehr groß. Wir stehen im Austausch mit verschiedenen Unternehmen aus der Energie- und Industriebranche. Zudem wollen wir mit Universitäten und Forschungsinstituten zusammenarbeiten.

Wann wird der Bau der neuen Siemensstadt beendet sein?

Wir beabsichtigen, bis zu 600 Millionen Euro über die nächsten fünf bis zehn Jahre in den Neubau der Siemensstadt zu investieren. 2030 soll das Projekt abgeschlossen sein.

Auf welchem Gelände soll das Projekt umgesetzt werden?

Wir werden die neuen Gebäude zu größten Teilen auf dem Areal der heutigen Siemensstadt bauen. Aber auch das Gasturbinenwerk in der Huttenstraße wird eine wichtige Rolle spielen. Was Inhalte und Technologien angeht, werden natürlich alle Geschäftsbereiche beitragen, egal wo sie in Berlin angesiedelt sind.

Warum startet Siemens dieses Projekt jetzt, während einige Geschäftsfelder einem massiven Strukturwandel unterliegen?

Richtig, wir erleben zurzeit einen massiven Strukturwandel, gerade im Markt für konventionelle Stromerzeugung sowie für Öl und Gas. Gerade deshalb ist es wichtig, sich zum einen schnell und agil an die Marktveränderungen anzupassen. Zum anderen müssen wir auf die richtigen Zukunftstechnologien setzen. Und das wollen wir in Zusammenarbeit mit externen Partnern in der Siemensstadt tun.

Was sind die nächsten Schritte und wann wird es eine Ausschreibung für das Bauvorhaben geben?

Die Grundlage für die kommenden Schritte wird der städtebauliche Wettbewerb sein.

Welche Rolle spielte die Stadt Berlin bei der Standortentscheidung?

Berlin ist die digitale Hauptstadt Europas und eine der führenden Start-up-Städte Europas. Mit rund 1.800 Start-ups repräsentiert Berlin zudem knapp ein Drittel der Gründerszene Deutschlands. Diese positive Entwicklung bietet Chancen für Siemens. Und da sie unsere Gründungsstadt ist, soll auch dort ein neues Ökosystem mit Unternehmen, Start-ups und Forschung & Wissenschaft entstehen.
Wir übernehmen gesellschaftliche Verantwortung für die Hauptstadt – als Partner der Stadt, der Wissenschaft und des Nachwuchses.

Welche Siemens-Geschäftseinheiten werden Teil der Siemensstadt? Welche Technologien sollen dort angesiedelt werden?

Wir wollen besonders die Bereiche „Smart Infrastructure“, „Gas and Power“ und „Mobility“ im Innovationscampus abbilden. Dafür werden wir unter anderen in folgenden Felder forschen: Energiemanagement, Internet of Things, Künstliche Intelligenz und Data Analytics. Wir sind bereit für Industrie 4.0!

Wie wird das Thema „Infrastruktur und Breitband“ gehandhabt?

Wir wollen eine Infrastruktur schaffen, die den Ansprüchen im Jahr 2030 und weit darüber hinaus gerecht wird. Bestandteil sind u.a. eine schnelle Anbindung an den Flughafen oder hohe Übertragungsraten im Datennetz. Hierzu gibt es bereits tragfähige Vereinbarungen mit dem Berliner Senat und erste Gespräche mit den verantwortlichen Anbietern.

Wie wird die neue Siemensstadt heißen?

Wir lassen Sie entscheiden! Nach dem Architekturwettbewerb rufen wir einen Wettbewerb aus, bei dem die Berliner Bürger einen neuen Namen wählen dürfen.

Welcher Mitarbeiteraufbau ist mit dem Projekt verbunden?

Mit der neuen Siemensstadt sichern wir die Zukunft des Standorts Berlin und schaffen zugleich Wohnraum für Familien und Studenten. Zugleich öffnen wir die Siemensstadt für externe Unternehmen, Start-ups, Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Wie viele Mitarbeiter beschäftigt Siemens heute in Berlin?

Berlin ist für uns der weltweit größte Fertigungsstandort. Insgesamt arbeiten rund 11.000 Mitarbeiter in Berlin, knapp die Hälfte davon in der Produktion.